Out-of-the-Box funktioniert der Cardreader bei Lunar Linux nicht, es sind ein paar Einstellungen im Kernel notwendig. Wie man einen Kernel kompiliert möchte ich hier allerdings nicht beschreiben – Lest euch dazu am besten die Distributionseigene Dokumentation durch oder benutzt Google.
Ich benutze den 2.6.24.3 Kernel.
Wenn Ihr im Kernel Menü seid, sollte die Konfiguration wie folgt aussehen:
- Device-Driver »
- [*] MMC/SD Card Support
- [ ] MMC debugging (NEW)
- [ ] Allow unsafe resume (DANGEROUS) (NEW)
- <*> MMC block device driver (NEW)
- [*] Use bounce buffer for simple hosts (NEW)
- < > SDIO UART/GPS class support (NEW)
- <*> Secure Digital Host Controller Interface support (EXPERIMENTAL)
- <*> Ricoh MMC Controller Disabler (EXPERIMENTAL)
- [*] MMC/SD Card Support
Das sind die wichtigen Einstellungen um den Cardreader unter Linux nutzen zu können. Nachdem der neue Kernel installiert wurde und man den Neustart hinter sich hat, kann man eine “Karte” in den Cardreader stecken und in “dmesg” beobachten ob er die Karte erkannt hat:
mmc0: new SD card at address 80bd
mmcblk0: mmc0:80bd SR01G 967680KiB (ro)mmcblk0: p1
wichtig ist dabei das fettgeschriebene. Das heisst: mmcblk0 (Das Device) p1 (Die Partition). Die Partition muss logischerweise angehängt werden. Mit dem folgenden Befehl könnt Ihr es dann mounten:
mount /dev/mmcblk0p1 mmctestverzeichnis
statt mmctestverzeichnis solltet Ihr euch vielleicht ein Verzeichnis unter /mnt anlegen. Beispielsweise:
mkdir /mnt/mmcsd
Ihr könnt das ganze auch in die /etc/fstab eintragen und braucht dann nur noch mount /mnt/mmcsd eingeben. Übrigens, zeigt df -hT das Device auch an, wenn es gemountet ist:
/dev/mmcblk0p1
vfat 945M 21M 924M 3% /home/wdp/mmc
War doch gar nicht so schwer, oder? ;-)
