9th Jun, 2008

Ja spinn ich denn?

Die ganze Aktion mit meiner Katze, ist ja recht aufreibend gewesen bisher. Wer meinen letzten Post verfolgt hat, hatte ja gesehen das ich “entwarnung” gab, diese “entwarnung” war aber scheinbar schon verfrueht. Hier nochmal die Kurzfassung von dem was passiert ist und dannach, wie der aktuelle Stand ist:

Anfang.

Angefangen hat es damit, das unsere Katze rote Punkte im Streu im Urin hatte. Diese roten Punkte, waren Blut. Daraufhin sind wir mit der Katze zu unserem Haustierarzt, der sie auch kastriert hat. Dieser hat Sie dann mit Antibiotika Spritzen behandeln (3-4 Tage) und es ging nicht weg. Daraufhin hat er eine Röntgen aufnahme gemacht und festgestellt das die Niere mamoriert ist, woraufhin er uns sagte, er kann nichts mehr machen, ein Ultraschall muss her. Also hat er uns in eine Tierklinik (wo wir auch sehr froh drüber sind) überwiesen, die dann wiederrum Ultraschall gemacht hat. Auf dem Ultraschall haben die aber nichts feststellen können. Laut Ultraschall ist die Katze gesund, nur dass die Blase wohl leicht/minimal entzuendet beziehungsweise gereizt sei. Daraufhin haben wir unserer Katze weitere 5 Tage Tabletten die wir von der Tierklinik bekamen, gegeben und die Katze wurde weiter mit Verdacht auf Blasenentzündung behandelt. Als es dadurch auch nicht weg ging, rief ich natürlich unseren Haustierarzt an. Welcher mir dann sagte: Es ist definitiv nicht die Blase. Das weiss er zu 100%. Wir baten dann darum, dass er ihr Urin abnimmt und diesen untersucht. Das sollte eigentlich am Donnerstag geschehen. Er hat uns allerdings Mittwoch Abend noch angerufen und uns gesagt, dass er das nicht machen möchte, weil es nichts bringt. Er meinte, es könnte Restgewebe von der Gebärmutter sein und wollte die Katze am Freitag aufmachen (Ja. Den Begriff hat er benutzt. Man stelle sich mal vor ein Arzt für Menschen macht das: Hey, wir müssen Ihren Sohn aufmachen - Aber gut, sowas verkrafte ich). Da ich und Maike etwas unsicher waren, holten wir uns von einem weiteren Arzt noch eine zweite Meinung, sowie von Bekannten und Verwandten ein. Weil ja offensichtlich war, das unser Haustierarzt nicht weiss, was die Katze hat und eine Operation durchaus auch Risiken hat. Schlussendlich kam man dann zum Ergebnis: Lassen wirs nicht machen und der Katze gehts urplötzlich schlechter und es ist nichtmehr behandelbar, werden wir uns Vorwürfe machen. Lassen wir die OP zu und die Katze stirbt dabei, werden wir uns auch Vorwürfe machen. Lassen wir die OP zu und es wird nichts gefunden, werden wir uns auch Vorwürfe machen, das Leben der Katze für nichts aufs Spiel gesetzt zu haben. Wie man’s dreht und wendet, haben wir hier eine klassische K.O. Situation.

Nungut. Wir haben uns dann dafür entschieden, diese Operation zu zu lassen. Nachdem mir auch ein weiterer Arzt gesagt hat, es sei ein Routine-Eingriff und bei der Gelegenheit sieht der Arzt auch gleich ob was mit der Blase nicht stimmt. So haben wir unsere Katze dann am Freitag zum Arzt gebracht um Punkt 8 Uhr, welcher sie in Narkose gelegt hat und uns nach Hause schickte. Glücklicherweise noch nicht in die Bahn gesprungen ruft er auf Handy an und sagt wir sollen zu ihm kommen er muss uns was zeigen (ja, wir waren zwischendrin nochmal in nem Einkaufscenter und wollten auf andere Gedanken kommen). Gut, sind wir hin und er zeigt uns mit einem Gerät wie es ein Ohrenarzt hat (Mit der Leuchte und der Lupe, ich kann mir diesen komischen Begriff einfach nie merken) im Vaginal Bereich der Katze einen Tumor. Jedenfalls, hat er uns gesagt dass es ein Tumor sei. Ich habe noch nie einen Tumor gesehen. Für mich sah das eher entzündet aus, wie wenn ich mir etwas wund gekratzt habe. Und das war so klein, ich konnte da eigentlich gar nix sehen… Aber ein Arzt, weiss ja was er sieht.

Daraufhin hat er uns erklärt, das man dort nur sehr schlecht bis gar nicht operieren kann und hat uns zu einem dritten Arzt geschickt, welcher pruefen sollte ob es operabel ist. Beim dritten Arzt angekommen (Ich würd fast sagen das war ein Arschloch. Aber sowas sage ich ja nicht. Und selbst wenn ichs sagen würde und hier schreiben würde, wäre es nur meine persönliche Meinung.). Übrigens: Die Katze ist noch in Narkose. Kein Wunder das die Helferinnen erschrocken waren und fragten was denn mit der Katze sei (Ja, wir mussten mit der Katze, die in Narkose war, sofort, mit der Strassenbahn und einige Stueckchen zu Fuss zum dritten Arzt). Er hat dann endlich, das Urin untersucht, noch einen Ultraschall gemacht, der Katze so das Fell abrasiert das sie leicht geblutet hat (An den Nippeln…), Blut abgenommen und mit dem selben Gerät (Dieses Teil, vom Ohrenarzt, Ihr erinnert euch? Leichte+Lupe) nach dem vermeintlichen Tumor gesucht.

Diagnose? Katze hat Zucker von 250, Katze hat Diabetes. Kein Tumor gesehen, kann sich nicht vorstellen das die Katze einen Tumor hat und eine Katze mit einem Tumor in dem Alter, würde ihm zum ersten Mal vorkommen. Die Katze hat laut drittem Arzt also keinen Tumor.

Woraufhin ich, erleichtert, zuhause dann unseren Haustierarzt angerufen habe, um zu Fragen wie wir weiter vorgehen, da immernoch unklar ist, woher die Blutpunkte im Urin kommen. Der Haustierarzt erzählte mir dann: “Wiegen Sie sich nicht in Sicherheit, Ihre Katze hat einen Tumor, ich weiss was ich gesehen habe. Natürlich hat und würde ihnen der Kollege das nicht sagen, weil es nicht operabel ist. Was haben Sie denn gezahlt?” woraufhin ich meinte 83 Euro - Er sagte daraufhin “Das war höchste Diplomatie. Deswegen hat der Kollege, eigentlich auch richtig, auf Diabetes behandelt.” Nun sind wir bei dem Punkt angekommen, wo ich mir verarscht vorkomme und wo der Hausarzt das im Grunde geschickt gedreht hat. Denn: Rufe ich jetzt beim dritten Arzt an und Frage nach, bekomme ich “davon weiss ich nichts, ich hab keinen Tumor gefunden” - Unser Hausarzt sagte ja, das der dritte Arzt es uns nicht sagen würde und das waere automatisch der Fall. Den Anruf, hab ich mir daher komplett gespart, weil ich mit der Info, nichts anfangen könnte. Wir sollten jetzt am Montag zu Ihm kommen, wo er uns das nochmal genau erklaeren will, das Diabetes weiter behandeln will und eine Minderung des Tumors behandeln will, so dass die Katze noch etwas länger lebt.

Da ich, den Glauben an unseren Hausarzt verloren habe (Er schickt uns mit einer Katze die in Narkose ist, ans andere Ende einer Großstadt, Er diagnostiziert eine kaputte Niere, die nicht kaputt ist. Er diagnostiziert einen Tumor, wo keiner ist. Er will die Katze aufmachen und macht es dann doch nicht, stellt aber einen Tumor fest) sind wir am Montag, natürlich nicht wieder zu diesem Hausarzt gegangen.

Stattdessen, sind wir woanders hin, wo die Katze jetzt 1-2 Tage sein muss, da Sie komplett untersucht wird. Wir haben vorhin auch mit der Sprechstundenhilfe (oder nennt sich das Arzthelferin? Gar Assistentin?) telefoniert und ein Ergebnis am Rande:

Der Arzt hat schon Blut abgenommen und einen Ultraschall gemacht und mit einem Endoskopiegerät (mit einem richtigen.. Nicht dieses Leuchte+Lupe ding) die Katze untersucht. Ausserdem hat er, weil wir drum baten, die Katze auf Leukose untersucht. Resultat:

Leukose: Negativ.
Tumor: Negativ.
Blase oder Blasenhals entzündet: Negativ.
Diabetes: Blut ins Labor geschickt und Fructose irjendwas jemacht. Morgen sollten wir nen Ergebnis haben.
Blut im Urin: Katze hat noch nicht gepinkelt, darauf wartet er aber, damit er das entsprechend untersuchen kann, weil nur da das Blut kommt.

Wir sind also schonmal etwas weiter. Die Diagnosen unseres Haustierarztes sind bisher völliger Müll. Der Katze gehts gut und morgen, berichte ich dann darueber, wo wir hingegangen sind und was sich neues ergeben hat. Mal abwarten wie es mit Diabetes ist. Warum unser Haustierarzt so ein Zeugs macht, vermag ich nicht zu sagen…

Ich komme mir immernoch verarscht vor.

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